Am 8. Oktober gab es im Rahmen des New Fall Festivals wieder ein Konzert an einem besonderen Ort. In der Atmosphäre der Johanneskirche entfalteten The Slow Show ihre ruhigen, emotional aufgeladenen Songs. Die Band ließ den Raum für sich arbeiten: Die Musik baute sich behutsam auf, Rob Goodwins markante Stimme zog das Publikum in ihren Bann. Besonders war auch Roosmarijn, die bei den aktuellen Live-Auftritten mit Gesang und Viola dabei ist und den vertrauten Sound der Band um eine zusätzliche, feinfühlige Klangfarbe bereicherte.
Rob Goodwin suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum und animierte die Besucherinnen und Besucher zum Mitsingen. So wurde aus der konzentrierten Stimmung nach und nach ein gemeinsamer, bewegender Moment – passend zu einem Konzert, das für den in Düsseldorf lebenden Sänger auch eine besondere Heimkehr bedeutete.
Leider wurde der Eindruck durch die Abmischung getrübt: Ein dröhnender Bass, Rückkopplungen und immer wieder unangenehm hervorstechende Höhen störten die sonst so fein austarierten Klangbilder. Die besondere Atmosphäre und die Nähe zwischen Band und Publikum blieben dennoch spürbar.
