Das New Fall Festival bringt vom 7. bis 11. Oktober wieder besondere Musik an besondere Orte nach Düsseldorf – und eröffnete mit Apparat einen Abend, der diesem Anspruch voll gerecht wurde.
Sascha Ring wunderte sich zunächst über die Location, deren Außenfassade mit Schlager wirbt. Im Henkel-Saal selbst entfaltete Apparat jedoch eine beeindruckende Klangtiefe: dichte Elektronik, warme Melodien und präzise Rhythmen, die das neue Album A Hum of Maybe lebendig werden ließen. Mit seiner Band schuf Ring einen Abend, der zwischen Intimität und expansiven Klangräumen pendelte – kontrolliert, atmosphärisch und nie überladen.
Dabei waren seine Mitmusiker weit mehr als Begleitung: Gemeinsam mit Langzeit-Kollaborateur Philipp Johann Thimm sowie den Live-Musikern Jörg Wähner, Christoph Hamann und Christian Kohlhaas gaben sie den elektronischen Strukturen eine organische Präsenz. Cello, Piano, Schlagzeug, Bass und Bläser sorgten dafür, dass die Songs im Saal körperlich und unmittelbar wirkten.
Besonders die Zugaben wurden zu den Höhepunkten des Konzerts: „Black Water“ und „Hum of Maybe“ entfalteten ihre Wirkung erst richtig live und sorgten für den intensivsten, emotionalsten Abschluss des Abends. Ein Konzert, das zeigte, warum Apparat auch nach vielen Jahren zu den spannendsten Stimmen zwischen Elektronik, Pop und Ambient gehört.
