Am Sonntagabend im Kölner Artheater verbreitete Soft Loft eine angenehm entspannte Musik-Stimmung: Das Publikum kam sichtlich mit Wohlgefallen, hörte aufmerksam zu und ließ sich von den Songs zwischen Indie, Pop und großen Emotionen mitnehmen. Die Band um Sängerin und Songwriterin Jorina Stamm wirkte dabei als stimmiges Gesamterscheinungsbild – unaufgeregt, präsent und mit spürbarer Freude am gemeinsamen Spiel.
Besonders beeindruckte Jorina Stamm mit ihrer klaren, ausdrucksstarken Stimme, die sowohl verletzliche Momente als auch kraftvolle Höhepunkte tragen konnte. Die Band ergänzte sie mit einem warmen, dynamischen Sound, der die Songs nie überladen wirken ließ, sondern ihre Melodien und Texte in den Mittelpunkt stellte.
Zum Höhepunkt wurde die erste Zugabe „Wrists That Won’t Be Mine“ vom aktuellen Album „Throw The Dice“: Ohne Instrumente, von der gesamten Band rein a cappella gesungen, entfaltete sie eine besondere Intimität. Ein Konzert, das zeigte, warum Soft Loft zwar noch als Geheimtipp gilt, aber längst das Zeug dazu hat, ein deutlich größeres Publikum zu erreichen.
